Chronik

Wer die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Kirrweiler vom Neubau des Feuerwehrhauses zurückverfolgt, sollte im Jahre 1968 beginnen. Das 90 jährige Jubiläum, verbunden mit dem Kreisfeuerwehrwettkampf ist einigen Mitbürgern und Mitbürgerinnen noch in bester Erinnerung.
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Gleichzeitig wurde das Feuerwehrgerätehaus vom Schulhof in die Schloßstraße verlegt und feierlich am 27. Und 28. Juli 1986 eingeweiht. Das Gerätehaus und der dazugehörende Mannschaftsraum wurden in Betrieb genommen.
Unter ihrem langjährigen Wehrführer Josef Sebastian und seinem Stellvertreter Anton Wagner betrug die Mannschaftsstärke 20 Mann. Das Tragkraftspritzenfahrzeug der Marke Ford Transit war der Stolz der Wehr. Bei den alljährlichen stattfindenden Kreisfeuerwehrwettkämpfen belegten die Mannschaften stets ausgezeichnete Plätze. Im Jahre 1970 brachte der umluftunabhängige Atemschutz – auch Pressluftatmer genannt – eine entscheidende Wende für die Brandbekämpfung. War es bisher immer nur möglich, ein Feuer von außen mit viel Wasser zu bekämpfen, so konnte ab sofort mit dem Innenangriff viel Schaden vermieden werden. Der Feuerwehrmann war nun geschützt vor sämtlichen Atemgiften, die zwangsläufig bei Wohnungsbränden entstehen und er konnte unmittelbar vor Ort Hilfe leisten und Personen retten.
Während des Herbstes waren auch die Gärgase in den Weinkellern kein Hindernis mehr, verletzte Personen vor dem sicheren Erstickungstod zu retten. Bis zum heutigen Datum konnten 7 Personen gerettet werden.
FFW_Fahrzeuge_4Die Verwaltungsreform in den Jahren 1972-1974 ging auch an der Freiwilligen Feuerwehr Kirrweiler nicht spurlos vorüber. Die Verbandsgemeinde Maikammer übernahm im Jahre 1974 die Wehren Kirrweiler, Maikammer und St. Martin. Die Eigenständigkeit wurde wie bisher erhalten, die finanzielle Unterhaltung ging jedoch an die Verbandsgemeindeverwaltung über. Die Einsatzleitung hatte damit der Verbandsbürgermeister. Es war auch für Karl Breitner (damaliger Wehrleiter Verbandsgemeinde Maikammer) nicht immer eine leichte Aufgabe, jeder Wehr die notwendigen Anschaffungen zu ermöglichen. Doch die gute Kameradschaft unter den Wehren räumte so manchen Stolperstein aus dem Weg. Durch gemeinsame Ausbildung, Übungen und Einsätzen war das alte Kirchturmdenken schnell vergessen. Dazu trug auch die Verständigung der Einsatzkräfte über Funk bei. So war es mehr als eine dringende Notwendigkeit, dass im Jahre 1977 das Tragkraftspritzenfahrzeug mit einem Funkgerät FuG 8b1 ausgestattet wurde. Eine Einrichtung die heute nicht mehr wegzudenken ist. Das 100 jährige Feuerwehrfest 1978 mit Großübung und „Großem Zapfenstreich“ im Festzelt, verbunden mit dem Umzug durch Kirrweiler, geht als herausragendes Ereignis in die Geschichte der Wehr ein.
Ein weiterer Meilenstein war die Neuanschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeuges Mercedes Benz von der Firma Ziegler im Jahre 1979. Nach 17 Jahren war das alte Fahrzeug verkehrsunfähig geworden. Das neue Fahrzeug brachte vor allem eine größere Motorleistung, eine wesentlich höhere Zuladung, mehr Stauraum und einen geräumigen Innenraum.

 

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